Windows 10 – PC-Wartung

 


Legende

/ Maustaste li/reMausradOKSchaltflächeGrauZusatzinfo
(Maus darüber halten)→LinkSprungmarke

Soweit nicht anders erwähnt, ist immer die linke Maustaste gemeint.
Ziehen und Verschieben bedeuten, ein markiertes Element mit gedrückter linker Maustaste an eine andere Position zu verschieben (Maustaste dort wieder loslassen).

 
So halten Sie Ihren Rechner fit

In 6 Schritten zum sauberen PC
Diese Arbeiten sollten in überschaubaren Abständen regelmäßig durchgeführt werden. Wir empfehlen Ihnen, die nachfolgende Reihenfolge einzuhalten.

  1. Bevor Sie Ihren Rechner aufräumen, prüfen Sie zunächst durch eine manuelle Suche, ob noch Windows-Updates anstehen. Diese oftmals mächtigen Updates können dann gleich mit in Ihre Aufräumarbeiten einbezogen werden.
    So gehen Sie vor:
    Gehen Sie zum Startmenü und wählen Sie dort nacheinander Einstellungen Update und SicherheitNach Updates suchen. Warten Sie, bis die Suche beendet ist. Falls Updates gefunden wurden, müssen Sie evtl. Ihren Rechner neu starten. Lassen Sie danach nochmals nach Updates suchen, bis Sie wiederholt die Meldung bekommen „Sie sind auf dem neuesten Stand“ – oftmals liegen noch Updates vor, ohne dass dies gleich angezeigt wird..

    Verfügen Sie über mehrere Benutzerkonten, müssen Sie die Punkte 2 bis 5 auf jedem Konto ausführen.

  2. Papierkorb aufräumen (Symbol auf dem Desktop)
    Öffnen Sie ihn per Doppelklick. Listen Sie die Dateien nach Löschdatum auf (Klick in den Spaltenkopf), sodass die ältesten Dateien am Anfang stehen. Prüfen Sie, ob nicht etliche Dateien endgültig gelöscht werden können und entfernen Sie diese.

  3. Speicherplatz mithilfe der Windows-Systemeinstellungen freigeben
    Klicken Sie auf StartSystem und dort in der linken Spalte auf Speicher. Speicher in der Spalte daneben sollte auf „Ein“ stehen. Klicken Sie darunter auf „Konfigurieren Sie die Speicheroptimierung …“. Am Ende der sich öffnenden neuen Seite klicken Sie unter „Jetzt Speicherplatz freigeben“ auf Jetzt bereinigen. Warten Sie, bis Sie ein Ergebnis angezeigt bekommen und schließen Sie das Fenster wieder.

    Alle folgenden Programme erreichen Sie über das Startmenü unter dem Gruppen-Eintrag System.

  4. CCleaner ausführen [1]
    Im Programm-Fenster von CCleaner gibt es in der linken Spalte drei Einstellungen, die für eine Bereinigung des PC-Systems wesentlich sind:
    1. Health Check (in der Abb. blau unterlegt). Dieser neu hinzugekommene Schalter führt einen umfassenden Check des Computers durch.
    Er scheint die beiden folgenden Einstellungen zu integrieren, was aber noch nicht geprüft werden konnte.
    2. Erweiterte Bereinigung. Die wesentliche Funktion von CCleaner; sie sollte immer ausgeführt werden.
    3. Registry. Wird gern vergessen; auch diese Reinigungsfunktion ist bedeutsam und sollte immer ausgeführt werden.

    Sie machen nichts falsch, wenn Sie alle drei Reinigungsfunktionen nacheinander ablaufen lassen.

  • Beim Health Check klicken Sie einfach auf Überspringen, um die Zustandsprüfung zu starten.
  • Im Fenster der Erweiterten Bereinigung müssen Sie links unten die blaue Schaltfläche Analysieren betätigen und nach der Analyse rechts unten die Schaltfläche Cleaner starten. Evtl. werden Sie aufgefordert, geöffnete Programme zu schließen, können dies jedoch auch bleiben lassen, wenn Sie gerade an einer komplizierten Arbeit sitzen. Oder Sie brechen die Analyse ab. Nach der Erweiterten Bereinigung wählen Sie die darunter liegende Schaltfläche
  • Registry. Klicken in dem Fenster wiederum unten links auf die blaue Schaltfläche Nach Fehlern scannen (rote Pfeile) und nach Auflistung der Dateien anschließend rechts unten auf Ausgewählte Fehler beheben (gelber Pfeil). Dieses Beheben müssen Sie nochmals bestätigen:


  1. Datenträger bereinigen [2]
    Hier geht es vor allem um das Windows-Laufwerk (C:), es wird Ihnen in dem sich öffnenden Fenster bereits angezeigt. Bestätigen Sie mit OK, das Programm durchsucht nun die Partition (C:).
    In dem sich hernach öffnenden Fenster (Abb. links) sollten alle Auswahlen angehakt sein – ausgenommen der Papierkorb.

    Bestätigen Sie dennoch nicht mit OK, sondern wählen Sie Systemdateien bereinigen (roter Pfeil) und erneut das Laufwerk (C:) aus. Das nun folgende Durchsuchen kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis wiederum ein großes Fenster erscheint (Abb. Mitte). Auch hier gilt: alles anhaken, außer den Papierkorb. Bestätigen Sie mit OK sowie die nachfolgende Abfrage und warten Sie, bis die Bereinigung beendet ist (Sie können dabei weiterarbeiten).
    Bei sehr umfangreicher Bereinigung kann sich gelegentlich die Datenträgerbereinigung „aufhängen“. Wenn der grüne Fortschrittsbalken längere Zeit an einer Stelle verharrt, brechen Sie den Vorgang ab und wiederholen die vorgenannten beiden Schritte einzeln nacheinander.
    Für das Laufwerk (D:), auf dem Ihre persönlichen Daten liegen, ist eine solche Bereinigung in aller Regel nicht erforderlich.

    Nachfolgende Vorgänge müssen Sie nur auf einem Benutzerkonto ausführen, jedoch erst, wenn Sie die Schritte 2 bis 5 auf jedem persönlich eingerichteten Benutzerkonto ausgeführt haben.

  2. Laufwerke defragmentieren
    Fügt verstreut auf der Festplatte liegende Dateibestandteile größerer Dateien zusammen und ordnet sie neu.

    Starten Sie das Programm vom Startmenü aus.[3] Wenn in dem sich öffnenden Fenster bei den angezeigten Laufwerken ((C:), (D:), ggf. auch bei angeschlossenen externen Laufwerken, unter „Aktueller Status“ Werte größer als 5 Prozent angezeigt werden, sollten Sie eine Defragmentierung durchführen. Auch bei Werten kleiner als 5 Prozent schadet es nicht, wenn Sie so verfahren.
    Markieren Sie die entsprechenden Laufwerke / Partitionen und wählen Sie Optimieren. Im Idealfall sollte der Status nach einer Defragmentierung 0 Prozent anzeigen.

    Solid State-Laufwerke (SSD) sollten Sie nur defragmentieren, wenn Windows Sie dazu auffordert. SSD werden anders behandelt als rotierende Festplatten. Wir empfehlen Ihnen, die Defragmentierung eines solchen Laufwerks aus Verschleißgründen nur sehr sporadisch auszuführen und nur dann, wenn Sie in der o.a. Abbildung eine entsprechende Aufforderung dazu erhalten. Wählen Sie ggf. zuvor „Analysieren“.
    Das Defragmentieren kann, insbesondere beim Laufwerk C:, längere Zeit in Anspruch nehmen. Es empfiehlt sich, dies bei ruhendem System durchzuführen, wenngleich Sie prinzipiell dabei weiterarbeiten können. Zumindest sollten Sie nicht während dieser Zeit häufig Programme öffnen und schließen, sondern vielleicht nur eine Arbeit fortführen.
    Falls nicht anders möglich, können Sie den Defragmentierungs-Prozess auch abbrechen (Anhalten) und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

  3. System-Wiederherstellungspunkt erstellen
    Wir empfehlen Ihnen, diese Arbeit einmal monatlich zum Monatswechsel durchzuführen.
    Eine besonders wichtige Maßnahme, um den aktuellen Systemzustand bei einem Totalversagen ggf. wieder­herstellen zu können.
    Nach einem Upgrade, also einer neuen Windows-Version (Funktions-Update), wird der Computerschutz und damit das teilweise auch automatisch erfolgende Erstellen eines System-Wieder­herstel­lungs­punktes unverständlicherweise deaktiviert. Sie müssen es gezielt wieder einschalten.
    Wenn Sie in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu Ihren Wartungsarbeiten auch eine Software oder Updates installiert haben, müssen Sie nicht unbedingt einen System-Wieder­herstel­lungs­punkt erstellen. Ein solcher wird oftmals bereits automatisch im Zuge von Installationen mit erstellt. Prüfen können Sie dies im geöffneten Programm CCleaner. Dort finden Sie unter →ExtrasSystemwiederherstellung eine Liste der zuletzt angelegten Sicherungspunkte.

    Klicken Sie auf Start Alle AppsWindows-SystemControl Panel (oder System(steuerung), die Anzeigen sind unterschiedlich) und in dem sich öffnenden Fenster auf →System (auf manchen Rechnern geht’s auch kürzer: →Start () →SystemsteuerungSystem). Klicken Sie im linken Teil des Fensters auf Computerschutz (Abb. links, Pfeil):

    Vergewissern Sie sich, dass in dem sich nun öffnenden Fenster (Abb. rechts) unter „ Windows (C:) (System)“ der Schutz auf „Ein“ steht, andernfalls müssen sie den Eintrag markieren und dies noch konfigurieren. Stellen Sie, je nach Festplattengröße C:, mit dem Schieberegler einen Wert zwischen 15 und 20 Prozent ein. Erstellen Sie sodann einen Wiederherstellungspunkt und vergeben Sie dafür einen sinnfälligen Namen (z.B. das Tagesdatum oder „Manuell“), um diesen von automatisch erstellten zu unterscheiden.

    Bis zu diesem Punkt 7 sollten Sie die regelmäßigen Wartungsarbeiten immer ausführen; der nächste Punkt ist optional.

  4. Systemabbild erstellen
    Wir empfehlen Ihnen, diese Arbeit einmal monatlich zur Monatsmitte nach Erhalt der großen Windows-Updates durchzuführen.
    Diese Methode erzeugt ein Abbild der kompletten Windows-Partition (C:). Sie ist eigentlich nur sinnvoll mit einem angeschlossenen externen Laufwerk (das auch ins Netzwerk eingebunden sein kann), auf welches die System- und Programm-Dateien (nicht die persönlichen Dateien) ausgelagert werden und wieder zurückgespielt werden können. Halten Sie dafür mindestens 40 GB freien Speicherplatz bereit.
    Überschreiben Sie nicht ggf. bestehende ältere Sicherungen, sondern benennen Sie diese bis zu einer erfolgreichen neuen um, indem Sie etwa ein „alt“ dem Verzeichnisnamen hinzufügen. Wenn Sicherungen (z.B. über das Netzwerk) fehlschlagen und Sie über genügend Speicherplatz auf dem Rechner verfügen, können Sie auch versuchen, das Abbild zunächst unter D:\ auf der internen Festplatte zu erzeugen und erst danach auf eine externe auslagern.
    Ein Systemabbild sollten Sie immer nach Installation der monatlich erscheinenden größeren Updates (Kumulatives Update, Windows Tool zum Entfernen bösartiger Software etc.) erstellen, die zumeist bis etwa zur Mitte des Monats ausgeliefert werden. Ob Sie auf dem neuesten Stand sind, prüfen Sie in den Einstellungen unter Update und SicherheitVerlauf installierter Updates anzeigen. Dort sollten beide Arten von Updates aufgelistet sein und ein zeitnahes Datum aus dem aktuellen Monat aufweisen. Andernfalls lassen Sie bitte manuell nach Updates suchen, indem Sie eine Seite zurückgehen (siehe auch oben →Punkt 1.).

    So gehen Sie vor:
    Bei neueren von uns eingerichteten Systemen können Sie einen etwas verkürzten Weg über Start nehmen: Wählen Sie dort in der Programmgruppe System die Schaltfläche Dateiversionsverlauf. Klicken Sie in dem sich öffnenden Fenster ganz unten links auf Systemabbildsicherung. In dem sich nun öffnenden Fenster klicken Sie oben links auf Systemabbild erstellen. Lesen Sie weiter bei Nun sucht Windows nach externen Laufwerken.

    Bei älteren von uns eingerichteten Systemen ohne entsprechende Schaltfläche im Startmenü klicken Sie auf Start Alle AppsWindows-SystemControl Panel (oder System(steuerung), die Anzeigen sind unterschiedlich). Es öffnet sich das Fenster Alle Systemsteuerungselemente. Ggf. müssen Sie bei Anzeige (rechts oben) noch Kleine Symbole auswählen. Klicken Sie sodann auf Dateiversionsverlauf ()

    In dem sich öffnenden Fenster wählen Sie links unten Systemabbildsicherung. Im nächsten Fenster wählen Sie wiederum in der linken Spalte oben Systemabbild erstellen.

    Nun sucht Windows nach externen Laufwerken:

    Wenn keine externen Laufwerke gefunden werden, bietet Windows zähneknirschend das eingebaute Laufwerk als Sicherungsmedium an. Das kann aber nur eine Notlösung sein, wenn z.B. ein anderer Datenträger zur Zeit nicht zur Verfügung steht. Sie sollten die Sicherung alsbald auf einen solchen auslagern.
    Wenn Sie auf ein Gerät im Netzwerk speichern wollen, müssen Sie die Netzwerkadresse immer von Hand eingeben; Windows findet solche Datenträger nicht automatisch.
    Die Sicherung eines Systemabbilds kann mehr als eine Stunde dauern. Sie können dies Windows im Hintergrund erledigen lassen und dabei weiterarbeiten, dürfen aber keinesfalls den Rechner herunterfahren. Denken Sie daran, dass von uns konfigurierte Rechner nach 10 Minuten in den Schlafmodus (Standby) wechseln, wenn niemand davor sitzt. Um dies zu verhindern ist es erforderlich, innerhalb dieser Zeitspanne zumindest einmal kurz die Maus zu bewegen. Die großen Fenster im Hintergrund können Sie wieder schließen, nicht jedoch das kleine Fenster Systemabbild erstellen (vgl. Abb. oben).
    Wurde die Sicherung erfolgreich beendet, erhalten Sie eine Meldung, ob Sie einen Systemdatenträger erstellen möchten. Das müssen Sie nicht.

Mit den vorstehend beschriebenen Maßnahmen halten Sie nicht nur Ihren Rechner halbwegs fit, sondern befinden sich zugleich auf einer halbwegs sicheren Seite – jedenfalls, was Ihr System betrifft. Ihre persönlichen Daten betrifft dies keinesweg. Sie sollten besser auch diese Daten, wenn Sie Ihnen wichtig sind, regelmäßig sichern und auslagern. Dazu gibt es unterschiedliche Strategien, die wir Ihnen gern vermitteln nachdem wir gemeinsam abgeklärt haben, welche davon für Sie geeignet sind.

 

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[1] Alternativ können Sie das Programm über den Infobereich der Taskleiste öffnen, wo CCleaner im Hintergrund aktiv ist. Klicken Sie dazu auf das Symbol
^ (Starten mit Doppelklick).
[2] Alternativ können Sie das Programm vom Startmenü aus über Alle AppsWindows-VerwaltungsprogrammeDatenträgerbereinigung starten.
[3] Alternativ können Sie das Programm vom Startmenü aus über Alle AppsWindows-VerwaltungsprogrammeLaufwerke defragmentieren starten.

 

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